Posts mit dem Label Kommentar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kommentar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

26.01.2013

De Maizière verteidigt Interesse an Kampfdrohnen

Bundeswehr soll aufgerüstet werden

Kommentar:

Ein konsequenter Schritt hin zur Armee im Kriegseinsatz. Drohnen dienen dazu, Gebiete zu überwachen und Widerstand gefahrlos aus der Luft zerschlagen zu können. Die Illusion von Vaterlandsverteidigung löst sich endgültig auf. Zyniker werden behaupten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann solche Drohnen auch im Inland eingesetzt werden.

22.01.2013

UPDATE "Ja, ich habe getötet"

Prinz Harrys Afghanistaneinsatz
"Wenn da Leute sind, die unseren Jungs etwas Böses wollen, dann nehmen wir sie aus dem Spiel heraus."

Kommentar:

Spiel? Ja, so redet man sich das Töten am Gegner schön. Anders geht es vielleicht auch nicht, aber es ist kein Ego-Shooter, sondern mörderische Wirklichkeit ohne einfach böse und gut.


UPDATE:
"Er sei ein 'Feigling', seine Worte eine Beleidigung aller 'echten Krieger'. ... 'Prinz Harry ist ein jämmerlicher Feigling. Kein anständiger Krieger mit ein bisschen Ehre im Leib würde so prahlen', sagte ein afghanischer Taliban-Sprecher SPIEGEL ONLINE am Telefon. 'Warum traut er sich eigentlich erst an die Öffentlichkeit, nachdem er zurück in seinem Palast ist?'"

Kommentar:

Punktesieg für die Propagandaabteilung der Taliban: Kalaschnikow-Krieger 1 : Harrys fliegender Panzer 0

21.01.2013

Auslandseinsätze der Bundeswehr: Motivationsmängel oder Engelsgeduld?

Kampf um Rohstoffe

Kommentar:

Schön zu lesen, und am Ende ein sympatischer Aufruf zum Putsch, beinahe irgendwie ...
  • "Mangelnde Abenteuerlust? Ich bewundere eher die Engelsgeduld unserer Streitkräfte. Womit nicht nur die Bundeswehr gemeint war."

20.01.2013

de Maizière beklagt mangelnde Abenteuerlust deutscher Soldaten

Soldaten nicht bereit, der Heimat lange Zeit den Rücken zu kehren

Kommentar:

Mit holpriger Junkerrhetorik wird der Mann nicht weit kommen. Den Bock, den er geschossen hat, kann ihn das Amt kosten. Sind die Medien ihm gewogen, so kehren sie den lapsus unter den Nachrichtenteppich.

Ansonsten wird der deutsche Verteidigungsminister über die nächsten Tage sehr eifrig zurückrudern und relativieren müssen. Es wird Proteste hageln, dass er sich wünscht, er hätte geschwiegen: si tacuisses, philosophus mansisses.

19.01.2013

Mächtige Söldnerflotte soll Piraten abschrecken

Geschäftsidee aus Großbritannien

Kommentar:

Privatisierung und Outsourcing des Kriegsgeschäfts. Was fundamentalliberalen Kapitalisten Freudentränen in die Augen treibt, sollte mündigen Staatsbürgern Angst machen.

18.01.2013

Morde an Kurden weiterhin straffrei – Menschenrechtsaktivisten protestieren

tödlicher Angriff auf Schmugglerbande bleibt ungesühnt

Kommentar:

Die reißerische Überschrift des Artikels klingt danach, als ob Todeskommandos willkürlich harmlose Kurden ermordeten: Aber die Opfer waren Schmuggler. Wer in einer Krisenregion heimlich durchs Gebirge klettert, darf sich wirklich nicht wundern, wenn er sich zum Ziel macht.

17.01.2013

Geheime BND-Studie: Amerikas Öl verändert die Welt

USA wird unabhängig vom Nahen Osten

Kommentar:

Die Position der Isolationisten stärken die vermuteten Rohstoffschätze. Drei Möglichkeiten haben die USA:
  1. Weitermachen wie bisher und das heimische Öl als Energiereserve für spätere Generationen aufbewahren.
  2. Der militärischen Aggression eine andere Richtung geben; hin zu neuen, wichtigen Rohstoffen, die in den USA selten sind.
  3. Einstellen der Aggression und Rückzug auf den eigenen nordamerikanischen Kontinent.
Den Weg, den die USA einschlagen wird, ist eine Mischung aus ersten und zweiter Möglichkeit. Dabei werden Staaten des mittleren Ostens allmählich vom Feindradar verschwinden; aber China wird darauf, gerade in Afrika, um so deutlicher Erscheinen.

Bundeswehrverband fordert Mandat für Mali-Mission

keine Verständnis für ein bisschen Krieg mal so nebenbei

Kommentar:

Wenn an den Heldentod geht, ist sicher zu guter Recht Klarheit einzufordern.

Sport und Kunst im Nazi-Lager

Fotos gefangener polnischer Offiziere

Kommentar:

Befremdlich friedvolle Bilder aus dem schrecklichen Krieg. Auch beim Spiegel hat man den Widerspruch bemerkt und findet noch den Dreh:
"In Oberbayern waren im Zweiten Weltkrieg polnische Offiziere inhaftiert - und verbrachten ihre Tage mit lesen, schwimmen, lernen."
Das Schicksal ihrer Kameraden, die in sowjetische Gefangenen gerieten, mussten die polnischen Offiziere, angehöriger einer minderwertigen Rassen im Denken der Nationalsozialisten, nicht teilen. Was mit ihnen nach einem "Endsieg" des Deutschen Reiches geschähen wäre, darüber können wir nur spekulieren.

siehe:

Somalische Extremisten melden Tod französischer Geisel

entführter Geheimagent nach gescheiterter Befreiung hingerichtet

Kommentar:

Es fällt schwer zu glauben, dass er hingerichtet wurde. Ein Hinrichtungsvideo fehlt. Entweder wurde der Geheimagent bei der Befreiung getötet oder erlag danach seinen Verletzungen. Die Islamisten haben den Verwundeten oder Toten fortgeschafft, um nun ein wenig Vollstrecker-Schrecken mit der angeblichen Hinrichtung verbreiten zu können. Ein Propaganda-Erfolg ist es für sie, aber eine lebende Geisel wäre allemal wertvoller.

16.01.2013

Geheime Depesche berichtet über Giftgas-Einsatz in Homs

US-Depesche aus Istanbul behauptet Giftgas-Einsatz durch syrische Regierungstruppen im Dezember 2012.

siehe auch:


"'The symptoms of an incapacitating agent are temporary. If someone is exposed to BZ, they are likely to be confused, perhaps to hallucinate,' said Amy Smithson, a senior fellow with the James Martin Center for Nonproliferation Studies. "While it is not good news that a chemical agent of any kind may have been used in the Syrian conflict, this Agent 15 is certainly on the less harmful end of the spectrum of chemical warfare agents believed to be in the Syrian arsenal.'

"The Cable spoke with two doctors who were on the scene in Homs on Dec. 23 and treated the victims. Both doctors said that the chemical weapon used in the attack may not have been Agent 15, but they are sure it was a chemical weapon, not a form of tear gas. The doctors attributed five deaths and approximately 100 instances of severe respiratory, nervous system, and gastrointestinal ailments to the poison gas."


Kommentar:

Es fällt schwer, der Nachricht zu glauben. Fünf Tote als Folge des angeblichen Giftgaseinsatzes sprechen nicht die Sprache eine Massakers an Zivilsten.  Der Skeptiker vermutet eher eine Desinformationskampagne der Kriegstreiber in der US-Politik, welche ihre syrische Beute im Schutz der Russen und Chinesen davonschwimmen sehen.

Wer tiefer schaut, stellt fest, dass aus dem Giftgas eine Chemiewaffe wird, die nicht unbedingt zu den schlimmsten ihrer Sorte zählt. Der ehemalige US-Freund Hussein im Irak hatte mehr auf dem Kerbholz.

Um die Weltgemeinschaft und besonders die Russen und Chinesen von einem schärferen Vorgehen in Sachen Syrien zu überzeugen, wird die lanzierte Diplomaten-Depesche kaum ausreichen.

15.01.2013

Immer mehr US-Soldaten nehmen sich das Leben

Pentagon über die Folgen der Einsätze in Afghanistan besorgt.

Kommentar:

Als Ursache sind denkbar: Zweifel am eigenen handeln. Dauerstress durch Terrorbedrohung. Schlechte medizinische Behandlung während und nach den Einsätzen. Man kann sowohl die Taliban die Schuld geben als auch der US-Regierung.

14.01.2013

Trittin begrüßt Kriegseinsatz in Mali

Deutschland soll entscheidend seine französischen Freunde im Kampf unterstützen.

Kommentar:

Kriegsrethorik ist man ja von den einst pazifistischen Grünen gewöhnt. Trittin macht sich schon bellizistisch schön für ein Regierungsamt nach der anstehenden Wahl.

12.01.2013

USA übergeben Verantwortung an Afghanen schon im Frühjahr

Die USA wollen sich aus Afghanistan schneller zurückziehen als geplant.

Kommentar:

Eine Truppen bleiben selbstverständlich im Land. Afghanistan ist als spitzer Stein in Russlands weichem Bauch viel zu wertvoll für die US-amerikanischen Militärstrategen, um es seinem Schicksal zu überlassen. Der afghanischen Regierung soll eher geholfen werden, nicht nur als Handpuppe der US-Interessen zu erscheinen, wenn es ihr gestattet wird, nach einem Rückzug der US-Einheiten zumindest im eigenen Land ein wenig für Recht und Ordnung zu sorgen.

Französische Geisel bei Befreiungsversuch getötet

Befreiung des französischen Geheimdienstagentens endete als Debakel mit 20 Toten.
"Allerdings erklärten die islamistischen Entführer später, der Mann sei noch am Leben. Über sein Schicksal solle 'binnen zwei Tagen' entscheiden werden. Zudem behauptet die Shebab-Miliz, nun auch einen verletzten französischen Soldaten festzuhalten."

Kommentar:

Als Geheimdienstagent gehört der Tod sicherlich gerade beim Auslandseinsatz zum Berufsrisiko.

Internationale Allianz kämpft gegen die Rebellen in Mali

Intervention in Mali: nach Frankreich kämpfen nun mit Malis Regierung der Nachbarstaat Senegal und sowie Nigeria; und auch die USA planen einen Kriegseintritt.

Kommentar:

Ob's wirklich Nigeria ist oder eher der Nachbarstaat Niger? Niger ergäbe irgendwie mehr Sinn aufgrund französischer Amtssprache und gemeinsamer Grenze mit Mali. Aber vielleicht hat auch Nigeria Interesse, sich als "continental player" einen Namen zu machen.

10.01.2013

Karzai begehrt gegen die USA auf

Karzai sucht Gespräch mit Obama
"Zudem fordert Karzai weitere Militärhilfen, zum Beispiel Gerät für die afghanische Luftwaffe sowie Unterstützung bei der Sicherung der Grenze zu Pakistan. Karzai macht das Nachbarland für das Einsickern von Terroristen verantwortlich. Die USA sollten dabei helfen, dass diese erst gar nicht nach Afghanistan eindringen könnten.
[...]
"'Die (USA) wissen aber genau, dass sie schon aus eigenem Interesse ihre Truppenpräsenz in Afghanistan weit über 2014 hinaus aufrechterhalten müssen', sagt ein Regierungsberater (Afghanistans) SPIEGEL ONLINE."

Kommentar:

Karzai weiß nur zu gut, dass seine Tage als Afghanistans Präsident schnell gezählt sind, wenn die US-amerikanischen Truppen und ihre ausländischen Verbündeten, auch die deutsche Bundeswehr, abziehen. Die Taliban stehen in den Startlöchern, und auch wenn vielleicht die USA Afghanistan strategisch mehr brauchen als umgekehrt Afghanistan die USA, so brauchen doch Karzai und sei Gefolge die USA für ihr politisches - und schlimmstenfalls rein physisches - Überleben. Das Ende, das dem afghanischen Präsidenten Nadschibullah von Händen der Taliban wird ihnen Warnung sein.

siehe auch:
Des weiteren:
"Verärgert ist Karzai auch über die Kritik des Westens und allen voran der USA an der Korruption in Afghanistan. Vergangenen Monat erklärte er in einer Rede, die Korruption sei Afghanistan von den Amerikanern 'aufgezwungen worden' mit der Absicht, 'uns zu schwächen'."
Karzais Vorwürfe klingen doch sehr nach den Entschuldigungen im Euro-Raum. Schuld an der Korruption in Griechenland seien nicht die Griechen, sondern die EU-Helfer.

US-Regierung knöpft sich Waffenlobby vor

die Emotionen kochen hoch

Kommentar:

Wer glaubt, es würde sich grundlegend am Waffenbesitzrechten in den USA etwas ändern, der kennt das Land nicht und seine patriotisch und urdemokratische (!) Waffenbegeisterung; und der spürt auch nicht das tiefgreifende Misstrauen, dass die US-amerikanischen Bürger einem Staat gegenüber besitzen, der ihnen die Waffen abnehmen will, und dem sie sich danach willkürlich ausgeliefert fühlten. 

08.01.2013

Israelische Luftwaffe übt syrisches Szenario ein

Bombenabwurf und Luftkampf stehen auf dem Übungsplan

Kommentar:

Es sei nur daran erinnert, dass das iranische Manöver vor wenigen Tagen in westlichen Medien als aggressive Kriegstreiberei galt, aber vom israelischen Kriegsspiel ist noch keine Kunde zum Konsumenten durchgedrungen. Der Propagandawert deart gefilterter Nachrichten kann sicherlich nicht groß genug eingeschätzt werden.

Der Bulldozer

kriegerisches Nachwuchstalent in der israelischen Politik

Kommentar:

Netanjahu ist kein Leisetreter in der Nah-Ost-Politik, aber Bennett ist er zu weich. Mit Bennett wird es keinen Palästinenser-Staat geben, keine Verhandlungen, sondern Krieg und Vertreibung. Aus israelischer Perspektive ist Aggression auch die einzige Rettung für den Staat Israel. Sollte er an die Macht gelangen, müssen sich die Palästinenser im sonst so heißen Land warm anziehen.

Israel überlebt nicht mit den Palästinensern, auch nicht neben ihnen, sondern nur ohne sie. Und das das nicht nur für die Palästinenser gilt, sondern für die Araber, ja sogar für die Muslime allgemein, kämpft Bennett auf verlorenen Posten, und wohl oder übel wird die NATO und Deutschland an der Seite mitmarschieren.